Gutes tun in verrückter Zeit
bitte Spenden bis zum 31.10.2014

Es zählt der 31.10.2014

Die Macher der Kleinsche Höfe engagieren sich für ein Non-Profit Medikament zur Heilung von  Parkinson. O-Ton: „Das ist mal wieder eine Gelegenheit etwas konkret Gutes in dieser verrückten  Welt zu tun!“ 1.000 EUR wanderten spontan in die Spendenkasse von www.parkinsonheilung.de
Viel Erfolg. Es zählt der 31.10.2014!

Gerold Riempp schrieb

Der Initiator des Spendenaufrufs, Dr. Gerold Riempp, selbst betroffen von der Krankheit, schrieb:
– Morbus Parkinson gilt bislang als unheilbar und führt im Laufe der Zeit zu schwersten Behinderungen
– In San Diego wird von einer Non-Profit-Organisation ein neue Therapie auf Basis körpereigener Stammzellen mit Erfolg entwickelt.
– Diese Non-Profit-Organisation benötigt dringend finanzielle Unterstützung für die klinische Zulassung, damit Patienten baldmöglichst mit diesem Verfahren behandelt werden können.
– Ich bitte daher um Spenden für dieses Projekt. Jeder Betrag ist eine Hilfe. Wenn die Möglichkeit besteht, eine größere     Summe zu spenden, wäre das fantastisch.
– Ausführliche Informationen siehe unten und unter www.parkinsonheilung.de
– Spenden bitte bis spätestens  31. Oktober 2014
– Bitte diesen Aufruf in Deinem Netzwerk verteilen
– Herzlichen Dank! Feedback an info@parkingsonheilung.de

(Spenden bitte an den Förderverein Parkinson Heilung, Kto.-Nr. 159816, VR Bank im Enzkreis, BLZ 66661454, IBAN DE45666614540000159816, BIC GENODE61NFO, oder via PayPal an spenden@parkinsonheilung.de (in Paypal einloggen und die Funktion „Geld senden“ benutzen)). Der Förderverein ist als gemeinnützig anerkannt und Spenden an ihn sind somit steuerlich abzugsfähig. Für Spenden ab 50€ wird Spendenbescheinigung ausgestellt. Spenden werden zu 100% an das Zielprojekt weitergeleitet.

ausführliche Information -> bitte weiterlesen

Lieber Hanns-Michael

Ich wende mich heute an Dich mit einem ungewöhnlichen Anliegen.

Es ist bitter, aber wahr: Ich leide an Morbus Parkinson. Die typischen Symptome dieser Erkrankung sind Zittern, Steifigkeit, Bewegungsverlangsamung, gebeugte Körperhaltung und Verlust des Gleichgewichtes, schmerzhafte Verkrampfungen in Armen und Beinen,  abnehmende Sprachfähigkeit, Einschränkung der Gesichtsmimik und einiges mehr.  Diese kontinuierlich fortschreitende Krankheit führt im Laufe der Zeit zu einer starken  Behinderung und Einschränkung der Lebensqualität bis hin zum vollständigen Unmöglichwerden jeder Bewegung und Äußerung. Morbus Parkinson gilt in der Schulmedizin bislang als unheilbar.

Um meinen aktuellen Zustand kurz zu umreißen: Ohne Medikamente kann ich kaum noch gehen und mich nicht mehr waschen, anziehen, oder bspw. nachts im Bett drehen. Ich kann nur noch mit Mühe sprechen und habe durch die Verkrampfungen sehr starke Schmerzen. Mit Medikamenten geht es mir besser, aber es bleiben viele Einschränkungen und die Wirkung der Medikamente schwankt im Tagesverlauf stark.

Die Ursache der Parkinson- Krankheit ist insoweit bekannt, als man weiß, dass im Mittelhirn eine ganz bestimmte Region namens „Substantia Nigra“ langsam abstirbt. Diese Region ist zuständig für die Produktion des Botenstoffes „Dopamin“, der bei der Übertragung von Nervenimpulsen vom Gehirn in den Körper von zentraler Bedeutung ist. Je weniger Dopamin diese Region produziert, umso schlechter wird die Beweglichkeit und Kontrolle, was zu den oben genannten Symptomen führt.

Laut der Schulmedizin ist die Ursache für das Absterben der Substantia Nigra unbekannt. Jüngere Forschung weist in immer mehr Studien jedoch darauf hin, dass eine Kombination von Umweltgiften (Schwermetalle, Pestizide etc.) und eine genetisch bedingte Entgiftungsschwäche dazu führen, dass die Zellen zugrunde gehen. Die Entgiftung des Gehirns ist über einen längeren Zeitraum langsam möglich, die abgestorbenen Zellen regenerieren aber nicht von alleine.

Die klassische Therapie ist die Gabe von Medikamenten, die den Dopaminmangel im Gehirn ausgleichen sollen. Das Problem hierbei ist, dass Dopamin nicht vom Blut ins Gehirn transportiert werden kann, da es die „Blut-Hirn-Schranke“ nicht überwinden kann. Eine Vorstufe des Dopamins namens „Levodopa“ kann jedoch verabreicht werden und gelangt ins Gehirn, wo es teilweise in Dopamin umgewandelt wird. Es gibt noch weitere Medikamente, aber allen medikamentösen Therapien ist gemeinsam, dass sie im Laufe der Zeit immer weniger wirksam sind und zunehmende, teils sehr gravierende Nebenwirkungen haben. Daher kann man Morbus Parkinson mit ihnen eine Zeit lang lindern, aber nicht ursächlich heilen.

Der Mainstream der Forschung zielt auf die Entwicklung von neuen Medikamenten, mit denen die Krankheit aufgehalten werden kann. Diese Medikamente sind patentierbar und damit kommerziell attraktiv. Sie sollen im besten Fall ein Anhalten der Krankheit erreichen, die bereits entstandenen Schäden heilen können sie nicht. Zudem hat diese Forschung bislang kein Medikament zur Anwendungsreife gebracht, das Parkinson stoppen würde.

Es gab und gibt aber auch Versuche, die abgestorbenen Zellen der Substantia Nigra durch gesunde, neue Zellen zu ersetzen. Schon seit etwa 1995 hat man beispielsweise aus abgetriebenen Föten diese Zellen extrahiert und versuchsweise in die Gehirne von wenigen Parkinsonpatienten implantiert. Bei einer Reihe von Probanden trat eine deutliche Besserung ein und das vollständige Absetzen von Medikamenten wurde möglich. Dieses Verfahren ist jedoch ethisch sehr fragwürdig, zudem ist es sehr schwierig, die richtigen Zellen zu extrahieren und schließlich kann es nicht für größere Zahlen an Patienten angewandt werden.

Mittlerweile gibt es jedoch rund um den Globus einige wenige Forschungsprojekte, die aus Stammzellen über verschiedene Methoden dopaminproduzierende Neuronen (Hirnzellen) züchten, um sie dann in das Gehirn von Parkinsonkraken zu transplantieren. Die hierfür verwendeten Stammzellen können mittlerweile z.B. aus Hautzellen eines Patienten gezüchtet werden, wodurch sie kompatibel zum Immunsystem dieses Patienten sind und daher nach der Transplantation nicht abgestoßen werden.

In Tierversuchen gelingt diese Methode bereits mit beachtlichen Erfolgen, aber die klinische Anwendung am Menschen erfordert ein langwieriges und teures Zulassungsverfahren.

Das größte Hindernis hierbei ist die Tatsache, dass weder die Stammzellen noch die Methode der Züchtung und Transplantation umfassend patentierbar sind. Damit ist dieses Verfahren für Pharma-Konzerne und andere Investoren vermutlich unattraktiv. Für viele Patienten jedoch verspricht es eine weitgehende Heilung.

Ich habe monatelang sehr gründlich recherchiert und in den USA zwei voneinander unabhängige Projekte identifiziert, die weltweit am weitesten fortgeschritten sind. Sie haben die notwendige Grundlagenforschung und vorgeschriebenen Tierversuche bereits mit sehr überzeugenden Ergebnissen absolviert und kooperieren jetzt mit der Zulassungsbehörde FDA bezüglich des Starts der klinischen Erprobung am Menschen, die in 2015 beginnen kann und soll.

Ich bin mit diesen Projekten in Kontakt und verfolge sie aufmerksam. Derzeit besteht folgende Herausforderung: Es muss Geld gesammelt werden, um die ersten Schritte für das teure klinische Zulassungsverfahren gehen und auch um staatliche Fördermittel erhalten zu können. Staatliche Fördermittel werden jedoch im Rahmen sogenannter Förderprogramme vergeben, für die es festgelegte Antragszeiträume gibt. Der aktuell laufende Antragszeitraum in Kalifornien, wo diese zwei Projekte laufen, endet am 4. November 2014. Bis dahin muss neben dem inhaltlichen Antrag auch eine eigenständige Finanzierung nachgewiesen werden, damit nach dem sogenannten „Matching-Verfahren“ dann auch staatliche Mittel dazugegeben werden können. Wenn dieses Zeitfenster nicht eingehalten wird, kann es mehrere Jahre dauern, bis wieder ein Antrag möglich ist.

Wer weiß, wie schlecht es mir mittlerweile geht, der kann sicher gut verstehen, welche riesengroße Hoffnung die Chance auf eine weitgehende Heilung in der näheren Zukunft bei mir auslöst.

Daher habe ich mich entschlossen und bislang mit einer der zwei Forschungseinrichtung besprochen, dass ich versuchen werde, in Europa Mittel zur Unterstützung dieses Parkinson-Heilungs-Projektes einzuwerben. Dieses Projekt in San Diego benötigt voraussichtlich ca. 7,3 Millionen Dollar, um das Zulassungsverfahren zu durchlaufen. Bislang hat es etwa 1 Million Dollar von betroffenen Patienten und deren Angehörigen sammeln können und benötigt bis November 2014 weitere 1,5 Millionen Dollar. Mit den dann 2,5 Mio. $ können nach dem Matching-Verfahren weitere 4,8 Mio. $ an öffentlichen Fördermitteln beantragt werden, so dass die benötigten 7,3 Mio. $ zusammenkommen. (Mehr Informationen über dieses Projekt unter http://summit4stemcell.org/).

Wenn es gelingt, die fehlenden 1,5 Mio. $ bis 4. November zusammenzubekommen, hat dies für mich und natürlich auch für viele andere Parkinsonkranke den Effekt, dass wir in absehbarer Zeit in den Genuss der Zelltransplantation kommen könnten. Wenn es optimal läuft, kann dies für erste Patienten bereits in den nächsten 18 Monaten geschehen.
Natürlich können im Laufe des Zulassungsverfahrens Probleme und Verzögerungen auftreten und es könnte auch insgesamt scheitern, aber bei der guten Ausgangslage ist es allemal einen ernsthaften Versuch wert.

Ich selbst werde daher einen erheblichen Teil des gerade von meinen Eltern erhaltenen Erbes dorthin geben, aber das ist nur ein „kleiner Beitrag“ im Verhältnis zur benötigten Summe.

Um das Sammeln von Spenden auf breitere Beine zu stellen und auch um steuerlich abzugsfähige Spendenbescheinigungen ausstellen zu können, haben wir einen gemeinnützigen Verein gegründet. Er heißt „Verein zur Förderung der Erforschung von Heilmethoden für Morbus Parkinson (kurz: Förderverein Parkinson Heilung)“ und  ist im Internet unter www.parkinsonheilung.de zu finden.

Wir werden hier in Europa vermutlich nicht den ganzen, noch fehlenden Betrag sammeln können, aber wir können einen erheblichen Beitrag dazu leisten.

Meine Bitte an Dich ist, diese Bemühungen zu unterstützen, bspw. durch:

  • eine Spende (bitte spätestens bis 31. Oktober 2014)
  • Weiterleiten dieser Spendenbitte in Deinem Umfeld,
  • Organisation von Spendenveranstaltungen,
  • kreative Ideen für weitere Möglichkeiten, Spenden zu sammeln.

Ich freue mich auf Dein Feedback!

Mit herzlichen Grüßen

Gerold Riempp